Marte Meo

 

Marte Meo bedeutet "etwas aus eigener Stärke erreichen"

 

Marte Meo ist ein videogestützter Ansatz, bei dem es um den Aufbau gelingender Kommunikation geht. Es werden nach dieser Methode kurze Videosequenzen aus dem täglichen Leben aufgezeichnet, analysiert und auf Entwicklungsmöglichkeiten hin besprochen.

Anhand von eigenen Videosequenzen setzen sich Betreuungspersonen unter Begleitung mit
ihrer Kommunikation und Interaktion auseinander. Der Ansatz stammt von Maria Aarts, die in Holland Marte Meo in unterschiedlichen pädagogischen Anwendungsfeldern einsetzt und weiter entwickelt. Vor allem in der Begleitung von Eltern mit Kindern und Jugendlichen ist Marte Meo weltweit ein fester
Bestandteil. Marte Meo baut darauf, dass jeder, der sich mit dem Erziehungsprozess eigener Kinder und/oder ihm anvertrauter Menschen auseinandersetzt, eigene Stärken in den Alltag mit Kindern und Jugendlichen einbringen kann. Es gibt erschwerte Situationen und Lebensphasen oder -bedingungen, wo diese Qualitäten scheinbar nicht mehr ausreichen, verloren gingen oder nicht in den Kontext passen. Marte Meo hilft dabei, das eigene Zutrauen in gelungene Kommunikation (wieder) zu entdecken und gemeinsame Interaktionen zu nutzen.

 

Unsere tägliche Kommunikation basiert auf vielen Ebenen wie Blickkontakt, Mimik, Gestik, Sprache, Modulation, ., die im Alltag einer Familie ständig genutzt werden. Dabei sind Eltern und Kinder Teil eines Geflechts, das mit entgegenkommenden und abgrenzenden Fäden verworben ist.

Mit Marte Meo werden Eltern und Erzieher/Innen unterstützt, sich zu ihrer Situation passend in den pädagogischen Prozess einzubringen. Der Marte Meo Prozess beginnt mit einem Vorgespräch, in dem Marte Meo vorgestellt und anhand von Beispielen erläutert und auf einem Video angesehen werden kann. Anschließend werden die aktuelle Erziehungssituation und mögliche Entwicklungsschritte sowie
Möglichkeiten und Grenzen von Marte Meo aufgezeigt und besprochen. Marte Meo setzt an den positiven Kommunikationsmustern im Alltag der Familie an.

Die Videosequenzen werden aus der vereinbarten Situation im Lebensumfeld aufgezeichnet und nach einer Videoanalyse durch den/die Marte-Meo-Therapeuten/In mit allen Beteiligten besprochen. Dieser Prozess durchläuft in der Regel mehrere Sitzungen. Dabei ist Ziel der Aufnahmen und der Gespräche, die vorhandenen positiven Interaktionsmuster in schwierige Alltagssituationen zu übertragen,
Entwicklungschancen zu sehen und neue Erkenntnisse anzuwenden.

Im Alltag mit einem Menschen mit Autismusspektrumsstörung, sei es in der Familie oder in der Unterstützung im Lebensumfeld, ist die Kommunikation und Interaktion aufgrund der diagnostischen Eckpunkte oft erschwert. Marte Meo bietet die Möglichkeit, gelungene Interaktion mit den Beteiligten aufzuspüren, weiter aufzubauen und neue Berührungspunkte zwischen den Menschen zu schaffen.

Daraus resultierend kann Marte Meo für die Betreuungsperson z.B. eine Entfaltung des eigenen
Mutes, der Sicherheit, der Klarheit, des Vertrauens oder des Gestaltungsraumes sowie Entlastung bieten. Für die Kinder und Jugendlichen erschließt sich ein erweitertes Potential an zu nutzenden Wachstumschancen.
Das Medium des Videos eignet sich hervorragend, um zu wiederholen und Momente einzufangen, die schnell verflogen sind. So sieht man die Dinge aus einer anderen Perspektive und hat die Chance, auf eine gelingende Kommunikation und neue Entwicklungsschritte einzugehen.

 

 

 

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